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Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie

Die Klinik für Allgemeine Psychiatrie und Psychotherapie bietet mit einem differenzierten Angebot Behandlungsmöglichkeiten für alle Arten psychischer Störungen.

Kernaufgabe der Klinik für Allgemeinen Psychiatrie und Psychotherapie ist die stationäre, teilstationäre und ambulante Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen bis 60 Jahre. Die Abteilung ist im therapeutischen Konzept integrativ orientiert. So werden in der Behandlung verschiedene Ansätze angewendet, zum Beispiel verhaltenstherapeutische, psychodynamische, sozio- und milieutherapeutische und systemische Therapieansätze.

Behandlungsschwerpunkte

  • Psychosen
  • affektive Störungen, zum Beispiel Depressionen, Angststörungen, Zwangsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen und Psychotraumatisierungen
  • psychische Krisen jeglicher Ursache und Form

Station A1

Die Station A1 ist eine Akut-Aufnahmestation.

Station A2

Die Station A2 ist eine Aufnahme- und Behandlungsstation mit Schwerpunkt in der Behandlung mehrjährig Erkrankter und Menschen mit schweren Behandlungsverläufen.

Station A3

Die Station A3 ist eine Aufnahme- und Behandlungsstation mit Schwerpunkt in der Diagnostik und Behandlung erstmals psychisch Erkrankter und jüngeren Patientinnen und Patienten.

Station A4

Die Station A4 ist auf die Behandlung von Depressions-, Angst- und Zwangsstörungen spezialisiert.

Station A5

Die Station A5 ist auf die Behandlung von jungen Erwachsenen spezialisiert.

Die Grundlage der Behandlung auf der Station für junge Erwachsene ist ein integratives Therapiekonzept, in das Grundlagen der Verhaltenstherapie, psychodynamische Ansätze, Elemente der Schematherapie und der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) einfließen. Auch die Erkenntnisse der Bindungsforschung stellen einen wichtigen Aspekt dar, der in unserem Umgang mit Adoleszenten Berücksichtigung findet. Insbesondere für erstmalig erkrankte junge Erwachsene besteht ein differenziertes Diagnostik- und Behandlungsangebot.  In den letzten Jahren wurde dem Lebensabschnitt zwischen dem Jugend- und dem Erwachsenenalter zunehmende Aufmerksamkeit geschenkt. Beobachtet wurde, dass diese Phase eine deutliche Verlängerung aufweist. Da es sich um einen sehr sensiblen und für das weitere Leben entscheidenden Entwicklungsabschnitt handelt, widmet sich unsere Behandlung den Schwerpunkten und Konflikten dieser Phase, wie Verselbstständigung, Identitätsfindung, Ablösung aus der Primärfamilie usw.

Aufnahmesituation
Die Aufnahme erfolgt in der Regel über ein Vorgespräch. Um dieses zu vereinbaren, nimmt der Patientin / der Patient oder der behandelnde Arzt / die behandelnde Ärztin persönlich, telefonisch oder schriftlich Kontakt zu der Station auf.

Behandlung
Die Patienten / Patientinnen kommen freiwillig bei entsprechender Motivation und Gruppenfähigkeit, was ihnen ermöglicht, von allen therapeutischen Angeboten zu profitieren. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel 4 bis 6 Wochen, wobei eine Wiederaufnahme zur stationären Krisenintervention möglich ist.

Behandlungsangebot

  • Medizinische Diagnostik und Therapie
  • Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche
  • Aufbau einer Tagesstruktur
  • DBT-orientierte Gruppenangebote
    (Skills-Training, Soziales Kompetenz-Training, Stress-Bewältigungstraining)
  • Kunsttherapie
  • Genusstherapie
  • Entspannungstraining
  • Beratung bei sozialrechtlichen Fragen
  • Abklärung bzw. Hilfe bei der Antragsstellung von Rehabilitationsmaßnahmen
  • Zusammenarbeit mit ambulanten Stellen und Einrichtungen
  • Sporttherapie
  • Ergotherapie
  • Filmgruppe

Station A6

Die Station A6 ist auf die Stabilisierung und rehabilitative Begleitung psychisch Kranker im Integrierten Maßregelvollzug spezialisiert.

Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie

In der Gerontopsychiatrie behandeln wir psychisch erkrankte Menschen ab dem 58. Lebensjahr. Die Phase des Älterwerdens ist oft mit vielen Veränderungen verbunden. Treten dann psychische Erkrankungen auf, beziehen wir bei der Behandlung stets auch die Ressourcen und Kompetenzen der Patientinnen und Patienten mit ein. Wir wollen die Symptome lindern und die Krankheit heilen beziehungsweise beim Umgang damit helfen. Wir unterstützen die Menschen auch darin, die neue Lebenssituation zu bewältigen, alternative Perspektiven zu entwickeln, eigene Fähigkeiten wieder zu entdecken, Kräfte zu bündeln und auf persönlich wichtige Ziele auszurichten.

Die psychiatrische Diagnostik umfasst sowohl medizinische als auch psychosoziale und pflegerische Aspekte. Wir erfassen in den Untersuchungen nicht nur psychische Beeinträchtigungen, sondern auch das Ernährungsniveau, die eingeschränkte Selbsthilfefähigkeit, Mobilitätseinschränkungen oder eine Sturzgefährdung.

Nach erfolgter Diagnostik wird gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten ein einzeln abgestimmtes Behandlungskonzept erstellt. Wir wollen dabei die Angehörigen beziehungsweise für die Patientinnen und Patienten wichtige Personen in die Behandlung einbeziehen. Eine Bezugspflegekraft und eine Bezugstherapeutin oder ein Bezugstherapeut begleiten durch den gesamten Behandlungsprozess, der einzel- und gruppenpsychotherapeutische, medikamentöse, sozialtherapeutische sowie bewegungs-, musik- und ergotherapeutische Angebote umfasst.

Um eine passgenaue Nachsorge sicher zu stellen, wird die Entlassung pro Person vorbereitet. Dafür beziehen wir Angehörige sowie das weitere soziale Netzwerk mit ein. Wir wollen, dass die Patientinnen und Patienten dabei möglichst selbstständig handeln und ihre persönlichen Hilfebedarfe abdecken. Je nach Schweregrad der Erkrankung können sie zudem bei niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten oder in unserer Ambulanz weiterbehandelt werden. Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation mit den psychiatrischen und psychosozialen Versorgungsdiensten der Region wie Anbietern der Tagespflege oder Betreuter Wohnmöglichkeiten sowie den ambulanten psychiatrischen Pflegediensten.

In der Gerontopsychiatrie arbeiten multiprofessionelle Teams, die aus fachlich qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterschiedlicher Berufsgruppen bestehen. Die Tagesklinik und die Stationen werden kollegial von Oberärztinnen oder Oberärzten sowie pflegerischen Stationsleiterinnen oder Stationsleitern geführt. Zum Team gehören außerdem Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, Altenpflegekräfte, Heilerziehungspflegekräfte, Assistenzärztinnen und Assistenzärzte, Psychologinnen und Psychologen, Gerontologinnen und Gerontologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und Stationsassistentinnen und Stationsassistenten. Stationsübergreifend sind Ergo- und Bewegungstherapeutinnen und -therapeuten tätig.

Indikation für eine gerontopsychiatrische Behandlung bestehen bei zum Beispiel Psychosen, affektiven Störungen (Depression), Angst- und Zwangserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Abhängigkeitserkrankungen, dementielle und hirnorganische Syndrome, Psychische Krisen jeglicher Ursache und Form.

Station G1

Die Station G1 ist auf die Behandlung von Menschen mit psychischen und somatischen Erkrankungen wie demenziellen Erkrankungen spezialisiert.

Station G2

Die Station G2 ist auf die Behandlung von Menschen mit Psychosen, Belastungsreaktionen oder demenziellen Erkrankungen spezialisiert.

Station G3

Die Station G3 ist auf die Behandlung von Menschen mit Depressiven Erkrankungen, Angsterkrankungen und Suchterkrankungen spezialisiert.

Klinik für Suchtmedizin

Die Klinik für Suchtmedizin behandelt Frauen und Männer, die an einer Abhängigkeitserkrankung von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen leiden.

Um den Erwartungen, Bedürfnissen und unterschiedlichen Behandlungsnotwendigkeiten der Patienten Rechnung zu tragen, halten wir ein breites Spektrum von ambulanten, teilstationären und stationären Therapieangeboten vor. Die Bandbreite der zu behandelnden Erkrankungen reicht vom Missbrauch von Drogen bis hin zur schweren Abhängigkeit mit Folgekrankheiten.

Behandlungsangebote in der Suchtmedizin

  • Krisenintervention zur Notfallbehandlung
  • Qualifizierte Entzugsbehandlung mit weiterreichenden suchtmedizinischen Behandlungszielen
  • Behandlung von Patienten und Patientinnen mit zusätzlichen psychiatrischen Erkrankungen
  • Behandlung von chronisch mehrfach beeinträchtigten Abhängigkeitskranken

Ziel der Behandlung ist es, dem Patienten einen Ausweg aus seiner Suchterkrankung zu ermöglichen. Je nach Schwere der Abhängigkeit und der individuellen Situation des Betroffenen werden gemeinsam mit dem Patienten die Behandlungsziele festgelegt.

Station S1

Die Station S1 ist auf die Entzugsbehandlung (Alkohol, Medikamente, illegale Drogen) spezialisiert.

Station S2 / 1

Die Station S2 / 2 ist auf qualifizierte Entzugsbehandlung und Rehabilitationsvorbereitung (Alkohol, Medikamente) spezialisiert.

Station S2 / 2

Die Station S2 / 2 ist auf Entzugsbehandlungen (Alkohol, Medikamente) und die Behandlung von Patienten mit zusätzlichen psychiatrischen Erkrankungen spezialisiert.

Station S3

Die Station S3 ist auf qualifizierte Entzugsbehandlungen (illegale Drogen) spezialisiert.

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit insgesamt 20 Betten behandelt unter anderem Patientinnen und Patienten mit

  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Depressionen
  • Essstörungen wie Anorexia nervosa Bulimie, Adipositas
  • posttraumatischen Belastungsstörungen
  • internistisch- psychosomatischen Doppeldiagnosen
  • somatoforme (funktionelle) Störungen der Organsysteme

Zusätzlich ist zusammen mit der Klinik für Neurologie ein Angebot für Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen entwickelt worden.

Behandlungsangebot:

  • stationäre psychosomatische Behandlung in einem multimodalen Therapiesetting
  • teilstationärer (tagesklinischer) Aufenthalt im Anschluss an die stationäre Behandlung
  • tagesklinisches Behandlungsangebot

Station Psychosomatik

Die Station Psychosomatik ist auf die Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen spezialisiert.

Klinik für Geriatrie und Innere Medizin

Gesundheit, Selbständigkeit und Mobilität bestimmen die Lebensqualität älterer Menschen. In der Klinik für Geriatrie finden Patienten mit altersbedingten Krankheiten umfassende medizinische Hilfe und frührehabilitatives Rehabilitation.

Unser umfassendes frührehabilitatives Therapiekonzept hilft zu verhindern, dass kranke Menschen auf Dauer das Fehlen von Mobilität oder den Verlust von Selbständigkeit hinnehmen müssen.

Wir bieten neben moderner, altersangepasster Medizin eine Vielzahl therapeutischer Angebote, die helfen, Mobilität, Lebenskomfort und Selbständigkeit auch im hohen Alter wiederherzustellen und zu sichern.

Im Rahmen des Zertifizierungsaudits des Klinikums nach DIN EN ISO 9001:2015 ist die Klinik für Geriartrie nach dem Qualitätssiegel Geriatrie zertifiziert.

Das "Qualitätssiegel Geriatrie" ist ein von Experten entwickeltes Qualitätsmanagementverfahren - speziell für geriatrische Einrichtungen. Die Implementierung und Zertifzierung des Verfahrens dient somit allen qualitätsorientierten geriatrischen Versorgungseinrichtungen als Nachweis ihrer hohen Versorgungsqualität.

In einer Kooperation mit dem Klinikum Gütersloh, dem Sankt Elisabeth Hospital Gütersloh und dem Sankt Lucia Hospital Harsewinkel ist die Klinik für Geriatrie Teil des AltersTraumaZentrum Gütersloh-Harsewinkel (zertifiziert nach DGU).

Station I1

Die Station I1 ist auf die geriartrische Behandlung spezialisiert.

Klinik für Neurologie

Am Standort des LWL-Klinikums Gütersloh verfügt die Neurologische Klinik über eine neurologische Allgemeinstation (35 Betten), die eingebunden ist in das trägerübergreifende Zentrum für Altersmedizin (eine Kooperation von LWL-Klinikum Gütersloh und St. Elisabeth-Hospital Gütersloh).

Behandlungsschwerpunkte:

  • Parkinson Syndrome (Differentialdiagnose und Therapie)
  • Schlaganfallnachbehandlung
  • Dystonien, Spastik und Multiple Sklerose
  • Amyotrophe Lateralsklerose
  • Chronische Polyneuropathien
  • Demenzerkrankungen (Frühdiagnostik, Differentialdiagnose und Therapie)
  • Chronische Schmerzsyndrome (Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, neuropathische Schmerzsyndrome)

Unsere therapeutischen Angebote sind miteinander eng verzahnt. Das Vorgehen wird mit den Patientinnen und Patienten abgesprochen. Die Therapie wird von den besonderen Problemen und Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten bestimmt und umfasst:

  • Individuell abgestimmte pharmakologische Behandlung
  • Physiotherapie, wie Krankengymnastik, Fango, Reizstrombehandlung, Massage, Bewegungsbad
  • Versorgung mit notwendigen Hilfsmitteln
  • Sprach- und Schlucktherapie (Logopädie)
  • Diätkosten und Ernährungsberatung
  • Ergotherapie und Kognitives Training
  • Psychologische und psychosomatische Mitbehandlung
  • Spezielle Schmerztherapie
  • Ergänzende diagnostische Leistungen werden durch die internistisch-geriatrische Klinik unseres Hauses angeboten

Station N1

Die Station N1 versorgt neuro-geriatrische Störungen und die oben aufgeführten Krankheitsbilder.